Umgang mit Infektionsfällen im Schulbereich

mit Schreiben vom 01.02.2022 (Nr. ZS.4-BS4363.2022/20) haben wir Sie zuletzt über die geltenden
Isolations- und Quarantäneregeln im Schulbereich informiert. Zwischenzeitlich hat das Bayerische
Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) die AV Isolation infolge der aktuellen Pande-
mieentwicklung mit Wirkung zum 13.04.2022 neu gefasst und die Isolations- und Quarantänevorgaben
geändert (abrufbar unter BayMBl. 2022 Nr. 225 - Verkündungsplattform Bayern (verkuendung-bayern.de)

 

Für den Schulbetrieb ergeben sich aus der AV Isolation und dem o. g. GMS folgende Konsequenzen:

 1. Isolation von infizierten Personen


Durch eine medizinische Fachkraft oder eine vergleichbare, hierfür geschulte Person mittels
Nukleinsäuretest oder Antigentest positiv getestete Personen müssen sich weiterhin unverzüglich
nach der Kenntniserlangung des positiven Testergebnisses in Isolation begeben.
Die Verpflichtung
ergibt sich unmittelbar aus der AV Isolation; eine gesonderte Anordnung der zuständigen Kreisverwaltungs-
behörde ist nicht erforderlich. Im Übrigen gelten die Regelungen in § 4 der 16. Bayerischen Infektionsschutz-
maßnahmenverordnung (16. BayIfSMV) und die Ausführungen unter Ziffer 1 des o. g. KMS vom 01.02.2022 weiter.


Neu ist, dass die Dauer der Isolation verkürzt bzw. vereinheitlicht wurde:

  1. Eine positiv getestete Person ist grundsätzlich mindestens fünf Tage in Isolation. Beginn der Isolation
    ist der Tag, an dem die positive Testung bekannt wurde.
  2. Die Isolation endet dann, wenn seit mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit besteht.
  3. Liegt an Tag fünf der Isolation also keine Symptomfreiheit seit mindestens 48 Stunden vor, dauert die
    Isolation zunächst weiter an, bis seit mindestens 48 Stunden Symptomfreiheit vorliegt, höchstens aber
    bis zum Ablauf von zehn Tagen.
  4. Eine Freitestung ist nicht erforderlich.
  5. Wird nach einem mittels zertifiziertem Antigentest ermittelten positiven Testergebnis ein PCR-Test
    durchgeführt, endet die Isolation, sofern der PCR-Test ein negatives Testergebnis aufweist. 

Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und sonstige an der Schule beschäftigte Personen können unmittelbar
nach Ablauf der jeweiligen Isolationsdauer in den Schulbetrieb zurückkehren.

Das StMGP empfiehlt das Tragen einer FFP2-Maske für die Dauer von fünf Tagen nach dem Ende der Isolation,
ies gilt auch für betroffene Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und sonstige an der Schule beschäftigte
Personen. Es besteht jedoch keine rechtliche Grundlage, Betroffenen das Tragen einer FFP2-Maske verbindlich
vorzugeben oder den Schulbesuch davon abhängig zu machen.


2. Kontaktpersonen: Aufhebung von Quarantäneverpflichtungen

Die AV Isolation begründet mit Wirkung zum 13.04.2022 keine verpflichtende Quarantäne für Kontaktpersonen
mehr. Diese besuchen also ab sofort regulär die Schule, sofern keine direkte abweichende Einzelfallanordnung
der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorliegt.

Ausgehend von den Empfehlungen des StMGP zu Kontaktpersonen wird auf die bekannten Hygienemaß-
nahmen wie Abstandhalten oder das Tragen einer Maske hingewiesen, die dabei helfen, ggfs. die Ansteckungs-
gefahr für andere zu reduzieren. Das StMGP empfiehlt Kontaktpersonen auch, sich fünf Tage lang täglich selbst
zu testen. Vorsorglich machen wir Sie darauf aufmerksam, dass diese Selbsttestungen freiwillig und eigenver-
antwortlich zu Hause erfolgen. Die Schulen stellen hierfür keine Selbsttests zur Verfügung. Alternativ kann auch
das Angebot der kostenfreien Bürgertestungen wahrgenommen werden.

Abschließend ist ganz allgemein noch darauf hinzuweisen, dass Anordnungen der zuständigen
Kreisverwaltungsbehörden selbstverständlich und wie bisher unberührt bleiben. D. h. im Einzelfall
kann es auch zu abweichenden Isolations- und Quarantäneentscheidungen kommen.